
Man betreut im Verlauf des Spiels eine sechsköpfige Heldengruppe, mit der man einen Teil des Nordlandes um
Lowangen und Tiefusen erkundet. Das Spiel startet im Perainetempel in Kivrasim, in dem man zuerst
Helden erschafft und seine Party zusammenstellt.
Kaum verlassen wir den Tempel, kommt ein
Elfenbotschafter auf uns zu. Ein Angriff der Orks

steht bevor, der nur zurückgeschlagen werden kann,
wenn die zerstrittenen Elfen und Zwerge Seite an Seite vereint den Feind bekämpfen. Damit sie sich versönen, muss
unbedingt ein magisches Artefakt, der Salamanderstein, in die Hände des Zwergen Ingramosch gelangen.
Kaum verlässt uns der Elfenbotschafter, kommt ein zwielichtiger Händler auf uns zu, der uns 1000 Dukaten
dafür bietet, dass wir den Salamanderstein nicht Ingramosch sondern einer

Kontaktperson in Lowangen übergeben.
Verlassen wir danach die Schenke und übernachten in einer Herberge, dringt des Nachts eine dunkle
Gestallt in unser Zimmer ein und berichtet, dass Sternenschweif, die goldene Wurfaxt des Gottes der Diebe,
gestohlen wurde. Würden wir Sternenschweif finden, würden wir mit einem Teil des Tempelschatzes entlohnt werden.
Die Geschichte nimmt seinen Lauf....
Nach Spielstart kann man wählen, ob man im Anfänger oder im Fortgeschrittenenmodus spielen möchte. Von
der Geschichte und der

Schwierigkeit der Kämpfe unterscheiden sich die beiden Modi nicht, man kann zwischen
ihnen auch während des Spiels wechseln. Bei einem Stufenanstieg eines Charakters ist der Anfängermodus
weniger kompliziert, da Punkte für Eigenschaften automatisch vergeben werden. Ist man mit dem Regelsystem
des Schwarzen Auges vertraut, kann man bedenkenlos zu dem Fortgeschrittenenmodus greifen.
Hat man den Vorgänger "
Die Schicksalsklinge"
nicht gespielt, erschafft man sich als erstes die Mitglieder seiner Heldengruppe über die

Charaktergenerierung. Sonst übernimmt man die Party aus DSA 1, indem man
das Savegame, mit dem man in am weitesten gekommen ist, aus dem Schicksalsklingeordner (eine Datei vom Typ xxx.gam)
in das Games-Verzeichnis des Sternenschweifordners kopiert und dieses darauf im Perainetempel läd.
Nachdem wir die ganzen Aufträge erhalten haben, gehen wir am nächsten Tag in Kivrasim auf den Markt, statten
uns aus und verlassen das Städtchen in Richtung Süden.

Sternenschweif bietet eine epische, fesselnde Geschichte mit Betrug, Verrat und überraschenden Wendungen.
Neben den "zwei" Hauptaufträgen (ich will hier nicht zu viel verraten) gibt es kleinere Quests, die nicht
zwingend erledigt werden müssen. Da ist
zum einen ein rassistischer Orden in Gashok, der einen Elfen aus der Stadt vertrieben hat, eine Orkhöhle
in den Blutzinnen und ein bedrohtes Echsenvolk im Sumpf des Vergessens. Dazu kommen noch viele kleinere,

meist zufällige Aktionen, wie der nächtliche Besuch eines Druiden, ein Duell mit einem Gardehauptmann oder
die auf bestimmte Heldentypen zugeschnittenen Abläufe ("Elfen kommen hier nicht rein!"), die eine tiefe
Atmosphäre schaffen.
"Sternenschweif" kann auf verschiedenen Wegen gelöst werden. Nimmt man den kürzesten, hat man
schnell sein Ziel erreicht, jedoch auch einen Großteil der Geschichte verpasst.
Die Perspektive in Städten und Dungeos ist in 3D und sollte man die Orientierung einmal
verloren haben, hilft ein Blick auf die Automap. Hat man den Faden bei seinen Aufträgen verloren, dann schaut man

in das automatische Tagebuch, wo alle wichtigen Stationen und Aufträge vermerkt sind.
Kämpfe laufen in 2D rundenbasiert ab und müssen strategisch geführt
werden, so dass z.B. nicht alle Orks auf den wenig
geschützten Magier einhauen. Für jeden Kampf und für erfüllte Aufträge erhalten die Charaktere der Gruppe
Abenteuerpunkte. Wird eine beschimmte Abenteuerpunkteanzahl überschritten, steigen die Helden eine Stufe
höher und verbessern ihre Fähigkeiten, indem man eine begrenzte Anzahl von Punkten auf verschiedene Charakterwerte verteilt.

Die Steigerung der Talent und Zauberwerte gestalltet sich im Fortgeschrittenenmodus zu Beginn schwierig,
da man am Anfang von "Sternenschweif" teilweise nicht weiß, was Talente und Zauber bewirken und welche davon im Spiel wichtig sind.
Man will schließlich keine Punkte für sinnlose Eigenschaften verschwenden. Im Handbuch, das
bei der Verkaufsversion gedruckt und bei den Bugetauflagen als PDF und Wordpad-Datei in einem Ordner auf der CD
vorhanden ist, werden die Grundfunktionen des Spiels gut erläutert und zu den Talenten und Zaubern wird
auch etwas gesagt.
Da es im Internet eine Menge Seiten

über das Pen&Paper DSA gibt und das Regelsystem in Sternenschweif nahezu 1:1 übernommen wurde,
kann man sich zudem weiterhin fehlende Informationen gut beschaffen.
Bei nächtlichen Lagern während der Reise, können Helden realitätsnah zum Jagen oder zum Kräutersammeln
geschickt werden, so dass die Vorräte aufgefüllt werden können. Hat die Gruppe nichts mehr zu essen oder zu trinken,
kann es in ungünstigen Situationen (man ist z.B. gerade in einem Dungeon eingesperrt) brenzlig werden.