
Die Rückkehr von Simon the Sorcerer!
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Mit Simon3D betritt im Mai 2002
Headfirst Productions eine ganz neue Welt der Adventures. Den diesmal ist der
dritte Teil nicht wie die Vorgänger der mehr als bekannten und beliebten Adventure-Reihe "Simon the Sorcerer" in 2D,
sondern in komplettem 3D. Damit ist Simon 3D das erste Voll-3D-Adventure, was über unsere Bildschirme laufen wird.
Simon 3D war eines der am meisten erwarteten Abenteuerspiel überhaupt.
Aus technischen Gründen wurde das Spiel aber immer und immer wieder verschoben, was
die Fangemeinde ungeheuer verärgerte besonders, da das Ende des 2. Teils äußerst
unbefriedigend war.

Doch bevor wir auf das lang erwartete Spiel vorausschauen, machen wir erst einmal einen
kurzen Blick in die Vergangenheit.
Simon, ein
13 Jahre alter Teenager, wurde in eine fremde Dimension gelockt um dort seinem
zukünftigen Widersacher Sordid das Handwerk zulegen.
Mit viel Kraft, einem großen Lächeln auf dem Gesicht und einer geballten Ladung
schwarzen Humors besiegt Simon Sordid in einem Duell.

Nachdem zwei Jahre vergangen waren, zog es Simon erneut ungewollt in die fremde
Dimension zurück. Doch leider ging Sordids Plan, sich bei
Simon zu rächen, nicht ganz auf. Und somit versuchte das üble Blechmonster es auf
eine andere Art und Weise... .
Das Ende von Simon 2 kam wie ein
Schock! Sordid gewinnt und Simon verliert seinen Körper! Am Ende steht noch
Fortsetzung folgt und alle Simon Fans werden
für etwa sechs Jahre allein gelassen...!

... Doch endlich kehrt Simon zurück!
Zu Beginn von Simon 3D sehen wir in Form einer Introsequenz, wie Simon 2 endet
und an den dritten Teil anknüpft. Simon erwacht in einem Tempel
und macht sich dort etwas mit der Steuerung (hauptsächlich zwei Funktionstasten sind
zu betätigen, ansonsten läuft alles mit dem Joypad oder der Tastatur ab)
vertraut. Dabei hilft ihm die kleine, gute Fee, die ein ganz neuer Charakter ist.

Danach geht es weiter und zwar mit dem ein oder anderen Körperklau. Ja, es wird noch weitere Gestaltenwechsel
geben. Aber schließlich schafft es Simon mit der Hilfe seiner Freunde seinen
Körper wiederzubekommen.
Ein weiterer Handlungsablauf ist die Bekämpfung Sordids, denn dieser strebt die
absolute Beherrschung des Weltalls an. Wie allerdings Simon vorgeht und was noch
alles passieren wird, möchte ich an dieser Stelle nicht schon vorab verraten.

Aber die Geschichte ist nicht das einzige, was man bei Simon3D besonders
herausheben sollte, auch die 60 verschiedenen Charaktere haben’s in sich.
Da wäre zum Beispiel Swampy,
der einsame Sumpfling, der versucht mehr über seine Vorfahren herauszubekommen
oder Melissa Leg, die ein unbekanntes Geheimnis mit sich trägt, Runt, der in einen
Kampf mit dem Tod verwickelt wird,... .
Und dazu gibt
es noch über 6000 Dialoge, die mit den einzelnen Figuren geführt werden können.
Man schätzt, dass für Simon3D etwa 60 Spielstunden benötigt werden.

Neben der abgedrehten Story und den irren Figuren ist da auch noch die Grafik nicht zu vergessen.
Leider ist diese aber nicht besonders gut gelungen.
Die 3D-Engine ist recht
veraltet und die Landschaften und Darsteller sind im Vergleich zu anderen aktuellen Spielen
sehr eckig und undetailliert gestaltet.
Da Headfirst Productions keinen Publisher für die erste geplannte 2D-Version von Simon 3
fand, musste man gezwunger Maßen auf die 3D-Technologie zurückgreifen. Dies könnte sich als ein Fehler
herausstellen, da viele Fans einen zweidimensionalen Nachfolger erwarteten und wollten.
Das Programm "NDL Netimers 3D" verwendete Headfirst mit dem Photo Shop
von Adobe, um die 3D-Welt zu erschaffen. Netimers 3D wurde bereits bei
anderen bekannten Spielen angewendet, wie zum Beispiel "Prince of Persia 3D".

Die Systemanforderungen halten sich im erträglichen Bereich.
Es reicht aus, wenn man einen Prozessor mit 233 MHz und 64 MB RAM besitzt.
Auch sollte eine 3D-Beschleunigerkarte vorhanden sein. Schließlich nimmt
das Spiel noch 300 MB auf der Festplatte ein.

Neben einer etwas umständlichen Steuerung
und den oft nervig langen Laufwegen ist die schlechte Grafik ein großes Manko von Simon 3D.
Dafür wird man durch stimmungsvolle Hintergrundmusik, gute Sprachausgabe und mit einer
großartigen Handlung entschädigt. Gags und schwarzer Humor sind ordentlich enthalten, so dass
viel Freude und eine Menge Lacher garantiert sind.
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| Autor: | Attila Arnold |
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