
Der 3. Teil des erfolgreichen Strategie- und WiSim-Spiels!
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Fakten
| Hersteller: | Bluebyte |
| Genre: | Aufbau/Echtzeit-Strategie |
| Erschienen: | 1998 |

Die Götter lassen, um ihre Macht nochmals unter Beweis
zu stellen, ihre Völker (Römer, Asiaten und Ägypter
(und in Gold-Edition auch Amazonen)) gegeneinander
antreten. Dies geschieht in "Command &
Conquer"-Echtzeitmanier, nur dem Tank-Rush, dem
stupiden Überrollen eines Gegners mit 100erten von
Einheiten, wird mit den Burgen ein Riegel vorgesetzt!

Denn wenn man eine Burg mit 10 Leuten gleichzeitig
angreift, kann immer nur ein Soldat Kämpfen und die
anderen 9 werden von den Bogenschützen auf den
Burgtürmen unter Beschuss genommen, das bedeutet,
nicht Masse sondern Klasse der Einheiten zählt. Denn
anders als in "Earth 2140" oder "C&C" können Soldaten
mit göttlicher Hilfe aufgewertet werden.
Als Kriegsobjekte stehen ein Katapult, zwei
Schiffstypen, Bogenschützen, Speerkämpfer und
Schwertkämpfer (in je 3 Ausbildungsstufen) zur
Verfügung.

Aber trotz der militärischen Neuerungen fehlt
natürlich nicht das ausgeklügelte Wirtschaftssystem,
das schon in den ersten beiden Teilen vorhanden war
und ohne das auch militärisch nichts läuft.
So benötigt man um die Kampfkraft eines Soldaten zu
heben eine gewisse Menge an Goldbaren. Um diese
herzustellen benötigt man Kohle von einem Bergwerk,
Gold von einem Bergwerk und eine Goldschmiede. Damit
ist es aber noch lange nicht getan, denn die Zechen
und Bergwerke brauchen Nahrung, die entweder
Getreidebauern, die Mühlen und Bäckereien benötigen,
und Schweinezüchter, die eine Fleischerei brauchen,
oder Fischer liefern.

Außerdem braucht der Goldschmied
seine Ausrüstung, die ihm vom Werkzeugschmied
angefertigt wird. Und um Soldaten auszubilden benötigt
man eine Waffenschmiede, eine Kaserne und Wohnhäuser,
die die nötigen Siedler liefern.
Natürlich muss man auch für Nachschub an Brettern,
Steinen, Erzen, Schwefel (für Schießpulver),
Edelsteine, Bier, Schnapps, Wein (um die Götter zu
besänftigen) und Stahl sorgen.
So ist also das Wirtschaftssystem in Siedler III um
einiges komplexer geworden, als es in den beiden
Vorgängern der Fall war. Nur das Wegesystem, dass in
den beiden ersten "Die Siedler" immer zu nervigen
Staus geführt hat, ist "leider" weggefallen.

Die Grafik hat nicht den Wuselfaktor verloren, der
schon immer jeden Siedler-Fan begeistert hat, trotz
einer Verbesserung der Anzeige. So ist z.B. die
Landschaft plastischer und alles wirkt viel
dreidimensionaler als früher.
Eigentlich hat sich nur eins verschlechtert: Die
Netzwerk-Funktion ist völlig verbugt! Out-of-Sync wäre
eine der häufigsten Meldungen, wenn es Fehlermeldungen
gäbe.

Da vermisst man schon die gute alte
Splitscreenoption vom 1er und 2er.
Insgesamt lässt sich sagen, Siedler 3 ist auf jedem
Fall (trotz der schlechten Multiplayer-Funktion in der
Basis-Version) ein Muss für jeden Aufbaustrategie-Fan,
aber wer nur den Tankrush beherrscht, sollte hiervon
die Finger lassen.
System: Windows 95/98/NT 4
Pentium 100 oder höher
mindestens 32 MB RAM
mindestens 250 MB Festplatte
4x CD-ROM oder höher
DirectX 6.0
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© Michael Lorenz & Schattenjaeger.de
Germany 2000
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