
"Die Schicksalsklinge" ist der erste Teil der DSA-Nordlandtrilogie und
spielt in Thorwal, einem Landstrich im Nordwesten Aventuriens. Aventurien ist das Land,
wo die Geschichte von "Das Schwarze Auge" (DSA) spielt. Es ist ein imaginäres, riesiges Gebiet,
dass von verschiedensten Bevölkerungsgruppen bewohnt wird und in dem Magier, Elfen, Zwerge und
Menschen geheimnisvolle Abenteuer erleben können.
Dein Auftrag ist, die

Schicksalsklinge des alten Hyggelik zu finden, mit der ein Einfall
der feindlichen Orks in Thorwal
verhindert werden könnte. Der Aufenthaltsort der
Schicksalsklinge ist auf einer Karte eingezeichnet, die leider in
neun Stücke zerissen und über ganz Thorwal verstreut wurde.
Deine Aufgabe ist es, den ganzen Landstrich nach den Kartenstücken zu durchsuchen,
um schließlich die Schicksalsklinge in den Händen halten zu können. Ein nicht einfaches
Unterfangen in diesem beachtlich großen Gebiet.

Der erste Teil der DSA-Reihe erschien 1992 und wurde von der heute nicht mehr existierenden Spieleschmieder "Attic Entertainment" hergestellt.
Von den drei Teilen der Nordlandtrilogie ist "Die Schicksalsklinge" der komplexeste. Ein riesiges Gebiet ist zu erkunden
und selbst mit der gegebenen
Komplettlösung wird
ein Spieler Wochen brauchen, um dieses absolut gut aufgebaute Rollenspiel
durchzuspielen.
"Die Schicksalsklinge" kommt konventionellen Rollenspielen sehr nah, da spontane Wendungen
der Story möglich sind, man viele Freiheiten hat und realitätsnah Aufträge unwiederbringlich in

die Hose gehen können, wenn man z. B. gewisse Termine im Spiel verpasst.
Der Rollenspielcharakter
ist auf einem sehr hohen Niveau, doch birgt dieser
eigentlich positive Umstand auch Gefahren.
So kann unter Umständen ein kleiner Fehler
in der Vergangenheit dazu führen, dass das Spielende nicht mehr
zu erreichen ist. Der Spieler wird davon leider nicht in Kenntnis gesetzt und kann folgend
wochenlang sinnlos weiter spielen. An einem Punkt, wo es nicht mehr weitergeht, rätselt man dann,
welchen Fehler man begangen haben könnte und

ärgert sich, dass die letzten drei Wochen einen nicht weiter gebracht haben.
Sonst gibt es zwei Schwächen im Gameplay, die in den nachfolgenden DSA-Teilen
beseitigt wurden. Da ist zum einen, dass man sich nur schlecht in Städten und Dungeons orientieren kann. Der Grund dafür sind
die ziemlich abgehackten Laufbewegungen. Um nicht verloren zu gehen, muss man oft umständlich auf die Automap schauen, die einem
dann jedoch gut weiterhilft. Die zweite Schwäche ist, dass man in den rundenbasiert gestallteten Kämpfen
nicht diagonal Pfeile schießen
und Zauber sprechen kann, was die Organisation des Kampfablaufes erschwert.

Die Spieldauer ist bei "Die Schicksalsklinge" extrem lang. Ein Gelegenheitsspieler mit 6 Studen Spielzeit pro Woche
kann mit einem halben Jahr rechnen, während ein Hardliner mit 24 Studen Spielzeit pro Woche vielleicht ein
bis zwei Monate braucht, bis er mit der Schicksalsklinge den Einfall der Orks verhindert.
Dabei wird man durch eine mitreißende Story belohnt.
Es ist zu sagen, dass "Die Schicksalsklinge" ein Computerspiel ist, das die Bezeichnung Rollenspiel wahrhaftig verdient hat!
Die Hintergrundmusik von "Die Schicksalsklinge" ist klassisch gehalten und hat mich sofort in ihren Bann gezogen.
Sie wurde komponiert und erstellt von
Rudolf Stember,

der noch eine Reihe weiterer Spiele vertont hat, bei dem Nachfolger Sternenschweif jedoch nicht mehr mitarbeitete.
Für die CD-Version wurde die Musik der Diskettenversion überarbeitet und stark verbessert. Sie ist auf
der CD im CD-Audio-Format untergebracht, so dass man die Musikstücke auch hören kann, wenn man die CD
einfach in den CD-Spieler legt und die Lieder außer den Datentrack (Lied 1) abspielt.
Hier könnt ihr euch die Musik der Diskettenversion anhören und auch das komplette Paket der Midi-Dateien
downloaden. Die Lieder, die eingeklammert sind, entsprechen wegen Schwierigkeiten bei der Convertierung nur fast
dem Orginal.
Benutzt du gerade den MS IExplorer in der Version 4 oder höher, so starte diesen komfortablen Player:
Solltest du mit einem anderen Browser unterwegs sein, dann ist dieses Script für dich gedacht:
Download von allen Midi-Dateien:
Download starten...
Um es gleich vorneweg zu sagen, "Die Schicksalsklinge" ist nichts für
Hardwarefetischisten, sondern ein Spiel für Nostalgier. Die
Grafik von Anfang der 90er sieht man dem Spiel,

das am liebsten auf einem guten alten DOS-System läuft, auch an.
Windows 9x-Benutzer müssen sicherlich noch Hand an der config.sys
anlegen, um genügend freien konventionellen Speicher zu erhalten,
was auf heutigen System nicht unmöglich ist.
Für Leute mit einem
Rechner, der die Stärke eines 386+- hat, ist "Die Schicksalsklinge"
sicher eine Offenbarung. Spieler, bei denen die Hintergrundgeschichte höchste Priorität hat,
liegen bei "Die Schicksalsklinge" sowieso richtig.