
Schatten über Riva ist der letzte Teil der Nordlandtriologie, der
Rollenspielreihe basierend auf dem Rollenspielsystem des "Schwarzen Auges", der
1998 erschienen ist.
Du besitzt eine Gruppe von sechs Helden und untersuchst die geheimnisvollen
Vorgänge in der Hafenstadt Riva, die sich im Norden von Aventurien befindet.
Dort soll die Ursache für die schon seit längerer Zeit bestehende
Bedrohung durch die Orks ihre Wurzel haben.

Verdächtigt wird ein
einfältiges, jedoch liebenswürdiges Völkchen, die Holberker, einen Mischrasse zwischen Menschen und Orks, die dort
in einem Stadtviertel leben.
Sie sollen die Orks mit Informationen
und Waffen versorgt haben, obwohl sie durch ihren Handel mit den früher
friedlichen Orks sehr zum Wohlstand Rivas beitrugen. Doch schließlich
kommt alles ganz anders....

Auf dem Weg zur Lösung deiner Hauptaufgabe gibt es auch viele Nebenquests zu bewältigen,
die auf die Haupthandlung keinen Einfluss haben.
So treibt in der Kanalisation eine Vampirin ihre Unwesen, auf dem Friedhof
(Boronsacker) halten sich Nachts seltsame Gestalten auf und die verlassene
Zwergenbinge soll zu weit in den Berg getrieben worden sein, so dass
ein Dämon gestört wurde, der daraufhin Rache an den Arbeitern nahm.
Auf dem Weg zur
Lösung des Hauptproblems kommst du Intrigen in der Führungsspitze
Rivas auf die Spur, so dass du sogar in der Festung nach Informationen
suchen musst, was dich bei der Stadtgarde nicht gerade beliebt machen wird.

Mit der Heldengruppe durchstreifst du Riva, wo du einige Aufgaben zu lösen
hast. Dort triffst du viele wichtige NSCs, die dir mit Informationen und Taten
zur Seite stehen oder die dir auch feindlich gesinnt seien können.
Riva kann man nur
bei einigen Quests zu verlassen, reisen, wie es bei "
Sternenschweif"
oder "
Die Schicksalsklinge" üblich war, kann man nun leider nicht mehr.
Die Spielart
wurde eigentlich komplett von den Vorgängern übernommen, die Charakterwerte
werden gleich organisiert und es gibt auch beim Kämpfen keine großen Unterschiede.
Neueinsteiger sollten sich eventuell erst einmal mit dem im Spiel
integrierten Handbuch über die verschiedenen Charakterwerte informieren,
während erfahrene DSA-Recken eigentlich ohne Probleme das Spiel
gleich beginnen können. Eine Dokumentation aus Papier liegt bei dem Spiel leider
nicht bei.

Die Story ist sehr abwechslungsreich, aber nicht so komplex wie
in den Vorgängern. Die Spielgraphik
ist bei diesem drei Jahre altem Spiel nicht auf dem neusten Stand, aber
wirklich gute SVGA-Zwischensequenzen entschädigen den Spieler.
Die Hintergrundmusik liefert wie auch bei den beiden Vorgängern eine
super Atmosphäre zum Spiel, da sie eindrucksvoll die Stimmung unterstreicht.
Die tolle Story macht einfach Spaß und die vielen verschiedenen Gegenstände,
NSCs, toll annimierte Endgegner und abwechslungsreiche Orte lassen keine
Langweile aufkommen.
Mit einer Spielzeit von vier Monaten für den
Gelegenheitsspieler und drei Wochen für den Hardcorefreak hat das
Spiel zudem eine für mich ganz angenehme Länge.