Entäuschte Erwartungen...

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Halo kaufen!

Die Vorgeschichte

Manch einer wird sich noch erinnern könnern. Damals im Sommer 2000 kündigte das PC-Spielemagazin Gamestar welt-exklusiv "Das prächtigste Computerspiel aller Zeiten" an. Es sollte in einer riesigen 3D-Welt Action mit bisher ungeahnten Freiheiten geben.
Der Start von Halo Neben Lobeshymnen auf die Grafikpracht (die ich hier aus Platzgründen nicht wiederholen werde) wurde auch angemerkt, dass man als unterlegener Mensch in "Guerilla-Manier" taktisch gegen Alienhorden vorgehen müsse, wobei das nur mit Hilfe des Geländes gehen würde. Als Releasetermin war bereits das Ende des Jahres angekündigt und man dachte über neue Hardware nach, um das Spiel mit Freunden im KOOP-Modus genießen zu können.
Gefechte zwischen Menschen und Aliens Doch leider hat uns Microsoft mit dem Aufkauf des Halo-Entwicklers Bungie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Halo sollte das Zugpferd für die neue MS Konsole X-Box werden und man musste eine Zeit lang sogar bangen, ob es sich überhaupt jemals auf eine PC-Platte verirren würde.
Als ein nicht Konsolenbesitzer war dies für mich eine Katastrophe. Denn eines war klar: Egal was nun fabriziert werden würde, es wird wenig mit dem Spiel des GS-Preview gemein haben.
Anlegen mit dem Scharfschützengewehr... Halo erschien im November 2001 mit der Xbox, war nicht wenig erfolgreich und für ein Konsolenspiel recht gut, wenn auch mit geringerer Grafikpracht als angekündigt, mit weniger Taktik und vor allem spielte es sich sehr einfach. Auch die riesigen 3D-Terrains waren auf kleine Inselchen geschrumpft und die Innenlevel sahen nach copy&past aus. Für den PC gab es inzwischen für anspruchsvolle Strategen Software wie z.B. Operation Flashpoint. Zwar mit einer zweckmäßigen Grafik aber dafür mit dem Realismus den wir uns für Halo gewünscht hatten.

Das Gameplay

Kleinere Störenfriede werden erledigt. Nachdem ich Halo fast abgeschrieben hatte, kam es Ende Oktober 2003 doch noch in die Läden mit folgender Beschreibung:"[..]beginnen sie einen Guerillakrieg,[..]kämpfen sie für die Menschheit[..]".
Hoffnungsvoll habe ich es gekauft und wurde zunächst bitter enttäuscht. Kein KOOP-Modus und wie bei so gut wie jeder Konsolenumsetzung ein recht arcadelastig anmutendes Gameplay. Den unterlegenen Kampf aus dem Hinterhalt kann man also vergessen. Der Singleplayer mag für eine Konsole reichen, aber für Auf den kompakten Maps sind spannende Verfolgungsjaden garantiert. einen PC erwartet man mehr als bloß nettes Gemetzel mit einer netten Story und (noch) ausreichender Grafik.
Das Steuern der Fahrzeuge ist nicht das wahre aber besser gelöst als z.B. bei Tribes II. Der Schwierigkeitsgrad wird wegen des komplexeren Aimings härter als bei der Konsolenversion, macht das Spiel für einen routinierten Gamer jedoch nicht zu einer Herausforderung.
Die muss es aber auch nicht sein, denn bei allen negativen Punkten ist es immer noch ein solider Shooter der abwechslungsreich unterhält.

Der Multiplayer

Der Multiplayer ist auch nicht mehr das, was man nach der Gamestar erhofft hatte, sondern nur eine actionreiche Orgie. Dabei ist diese im Spiel jedoch gut gelungen, wenn Ohne Teamplay und ohne Einsatz der Fahrzeuge geht nichts. auch die Maps bedeutet kleiner als in vergleichbaren Titeln sind und es an Innovation fehlt.
Lediglich die schon genannte gute Implementation von Fahrzeugen macht das Spiel in dieser Kategorie herausragend. Das Balancing ist auch in Ordnung, so dass bis auf den Ghost eigentlich keine Waffe bzw. Fahrzeug übermächtig ist (kommt natürlich auch auf das Können des Spielers an).
Die kleinen Maps müssen jedoch nicht unbedingt schlecht sein, da man auf minutenlage Fußmärsche wie z.B. in Tribes II auch verzichten kann. Sie begünstigen die Häufigkeit von Fights, wodurch manche Runden dem Spieler über Minuten keine Zeit zum Atmen lassen und man pures Adrenalin schwitzt.

Systemanforderungen

Ende 2003 waren die Hardwarevorraussetzungen von Halo längst nicht mehr so spektakulär, wie zu Anfang befürchtet, sondern entsprachen dem damaligen Standart. Mindestvorraussetzungen sind:
  • Windows 98SE/ME/2000/XP
  • 733MHz Prozessor
  • 128MB RAM
  • 32MB Grafikkarte, die T&L beherrscht
  • 1.2GB Festplattenspeicher

  • Fazit

    Alles in allem ist Halo für den PC weder der angekündigte Oberhammer in Sache Grafikpracht, noch sticht er durch revolutionäres Gameplay hervor. Aber zum schnellen Zocken für zwischendurch ist der Onlinepart schon zu empfehlen.


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    Autor: Sowilo


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