Seit dem 1997 erschienenen Final Fantasy 7, ist diese japanische
Rollenspielsaga
in aller Munde. Nachdem die ersten 6 Teile auf den alten Nintendokonsolen
NES und SNES erschienen sind, brachte Spieleschmiede Square den siebten Teil
für
Playstation und später dann auch für PC heraus, und es war ein voller Erfolg.
Dementsprechend hoch waren die Erwartungen auf FF8. Ende 1999 erschien die
deutsche
Version für die Playstation und Anfang 2000 kam auch eine leider nur auf englisch erhältliche PC-Version heraus.
Natürlich hat die PC-Version eindeutig bessere Grafik, aber das ist auch
schon
der einzige Unterschied. Nach wie vor erkundet man vor vorgerenderten
Hintergründen
Städte und Dungeons, und erlebt zwischendurch packende Echtzeitkämpfe.
Doch
natürlich
gibt es auch einige Neuerungen. In der FF-Serie ist es üblich, dass jeder
Teil eine
komplett andere Story mit anderen Charakteren besitzt.

Ähnlich wie die zwei Vorgänger spielt Final Fantasy VIII in einer Art "Steam Punk"-Welt.
Das heißt, HighTech trifft auf viktorianisches Design.
Der Staat Galbadia sorgt für
Konflikte auf der Welt und ein Krieg steht kurz bevor. Denn eine Hexe wird zur galbadischen
Botschafterin, und das kann nichts Gutes bedeuten.
Um den Frieden auf der Welt zu sichern,
gibt es die sogenannten "Garden". Dies sind Schulen an denen die SEEDS, eine Elitetruppe
für Recht und Freiheit, ausgebildet werden. Einer von ihnen ist Squall, ein ruhiger aber
kämpferischer Einzelgänger.
Wegen seiner Abneigung seine Gefühle zu offenbaren wird er
von seinen Garden-Kollegen oft als kühl und kaltherzig bezeichnet. Sein Job als SEED führt
ihn zu verschiedenen Aufträgen auf aller Welt, die er gemeinsam mit seinen Teampartnern
meistert.
Zu denen gehören der draufgängerische Xell, die "etwas" flippige Selphie, der
Casanova Irvine und die strenge Ausbilderin Quistis. Einer der Aufträge treibt die Truppe
in ein Abenteuer, in dem es um die Rettung der Welt geht (War ja klar.).
Doch den
Kernpunkt des Spiels stellt wohl die Romanze zwischen Squall und der Widerstandskämpferin
Rinoa dar. Ob sie es schafft den kaltherzigen Squall umzukrempeln, und ob die SEEDS
wirklich den Frieden und die Zukunft des Planeten sichern können, das sei hier noch nicht
veraten.

Spielerisch orientiert sich Final Fantasy VIII zwar logischerweise an die Vorgänger,
aber denoch gibt es einige Neuerungen. Die größte Innivation ist wohl das Kopplungssystem.
Jeder Charakter besitzt die Fähigkeit sich mit Magie und "Guardian Forces" zu koppeln.
Guardian Forces (G.F.) sind Kreaturen, die man in den Active-Time-Battles beschwören kann,
und die auch schon aus den anderen Teilen bekannt sind. Doch diesmal haben sie auch
einen anderen Zweck.
Hat ein Charakter eine G.F. gekoppelt, so kann er mit verschiedenen
Fähigkeiten (z.B. Magie/Items benutzen) ausgestattet werden. Außerdem gewinnen die G.F.
genauso wie die Charaktere im Laufe des Spiels immer mehr an Erfahrung.
Sie werden dabei
nicht nur stärker, sondern erlernen auch neue Abilitys (z.B. HP+10%), die den Charakteren
zugute kommen. Wie schon erwähnt kann man diese Kreaturen auch beschwören und dies wurde
diesmal auch sehr originell gelöst:
Während ein Charakter eine G.F. beschwört ist er
unbesiegbar, bis sie erscheint. Wird er trotzdem während der Beschwörung angegriffen, so
verliert stattdessen die G.F. ihre Lebensernergie, womit auch sie im Laufe eines Kampfes
sterben kann. Neben der Aktion "G.F." gibt es unter anderem eine Aktion namens "Draw".
Mit Draw kann man dem Gegner verschiedene Zaubersprüche stehlen.
Diese kann man dann
direkt anwenden oder auf Wunsch erstmal im Gepäck verstauen. Und dies ist sehr wichtig,
denn jeder Charakter ist in der Lage seine Attribute (z.B. Stärke, Geschwindigkeit, Glück)
sowie seine Angriff-/Abwehrfähigkeit zu verbessern, indem er sich mit Zaubern koppelt.
Koppelt beispielsweise Squall seine Gunblade (eine Mischung aus Revolver und Schwert)
mit dem Zauber "Eis", dann ist er besonders stark gegenüber Feuerwesen. Eismonster sollte
er dann dagegen eher in Ruhe lassen.

Unzählige Waffen oder gar Rüstungen gibt es im achten Teil leider nicht. Jedes
Truppenmitglied besitzt im gesamten Spiel jeweils nur eine einzige Waffe. Diese
kann allerdings in besonderen Läden aufrüsten, vorausgesetzt man hat vorher eine
Waffenzeitschrift studiert und besitzt die nötigen Einzelteile.
Einige Charaktere
erlernen durch diese Waffenupgrades neue Spezial-Moves. Spezial-Moves kann man
meißtens nur dann einsetzen, wenn man nur noch sehr wenig Lebensenergie hat, womit sie
oft die letzte Möglichkeit sind einen harten Kampf zu gewinnen.
Jeder hat seine ganz
speziellen Spezialattacken: Xell beispielweise beherrscht verschiedene Nahkampfattacken,
während Rinoa einfach ihren Hund zu Hilfe ruft. Da selbst ein SEED nicht umsonst arbeitet,
erhält er regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag, der sich nach dem SEED-Rang richtet.
Diesen erhöht man, wenn man bestimmte Aufgaben besonders gut erfüllt oder sich in einem
Test vielen schweren Fragen, rund um Final Fantasy, stellt.
Um das Spiel zusätzlich
aufzulockern gibt es das süchtigmachende Kartenspiel "Triple Triad". Dies kann man mit
fast jeder Person spielen, muss man aber nicht. Aber es lohnt sich. Denn wenn man eine
Parie gewinnt dann bekommt man eine neue Spielkarte dazu, und das ist nicht nur was für
reine Sammelfreunde.
Denn mit einer erlernbaren Ability ist man in der Lage diese Karten
in Items umzuwandeln, wobei seltene Karten dementsprechend zu besonders wertvollen Items
verwandelt werden können.
Doch auch viele andere kleine Minispielchen sind in FF VIII
verstreut, womit also für Abwechslung garantiert ist.

Auch grafisch kann sich der achte Teil wirklich sehen lassen. Die Renderhintergründe
sind extrem detailverliebt und teilweise sogar animiert. Doch am besten sind eindeutig
die atemberaubenden Rendersequenzen.
Durch Motion-Capturing wirken diese vorgerenderten
Szenen, als kämen sie aus einem Kinofilm. Wer das Intro gesehen hat, der weiß, wovon ich
rede.
Leider sehen die Polygonfiguren in den spielbaren Szenen oft sehr pixelig aus
(besonders in der Playstation-Version), und wollen manchmal nicht so richtig mit den
wunderschönen vorgerenderten Hintergründen harmonieren.
Im Gegensatz zum Vorgänger
gibt es nicht nur Synthesizermusik auf die Ohren, sondern man darf oft auch stimmungsvollen
Orchestern lauschen. Und es gibt sogar ein Liebeslied namens "Eyes On Me",
welches in vielen verschieden Versionen im Spiel zu hören ist.
Pentium 200 MHz (Pentium II 266 MHz empfohlen)
32 MB RAM (64 MB RAM empfohlen)
8 MB Direct3D-kompatible Grafikkarte (16 MB Direct3D-kompatible Grafikkarte empfohlen)
Mindestens 300 MB Festplattenspeicher (600 MB empfohlen)
DirectX 6.1
DirectSound-kompatible Soundkarte
DirectMusic-kompatibler Software-Synthesizer
Final Fantasy VIII ist also ein audiovisueller Gesamtgenuss, und auch die spielerischen
Feautures können überzeugen.
Das einzige, was mich persönlich am Spiel stört, ist der
Wegfall von verschiedenen Waffen und Rüstungen, die etwas unspektakuläre Story und die
fehlende Liebe im Detail, die die anderen FF-Teile etwas "netter" machen.
Man merkt
deutlich, dass der FFVIII sehr auf den westlichen Markt zugeschnitten ist, was es
schließlich bei uns zum beliebtesten Final Fantasy-Teil macht.
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