
Der Endzeit-Klassiker von '97!
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Das Fallout-Universum spielt im 21. Jahrhundert nach dem großen Atomkrieg, der das
Gesicht der Erde für immer verändern sollte. Die letzten Menschen haben sich in
unterirdische Bunker, sogenannte Vaults gerettet. Nach und nach wurden die Vaults
geöffnet und die "neue Welt", respektive das neue Amerika kam zum Vorschein.
Einige haben sich in Dörfern oder Städten organisiert und leben vom Handel oder
von der Aufzucht zweiköpfiger Kühe.
In Fallout I, was 1997 von
Interplay veröffentlicht wurde, ist die Aufgabe des
Spielers nun einen Steuerchip zu finden, ohne den die noch ungeöffnete Vault 13
nicht überleben kann. Neben einigen finsteren Gestallten ist auch die Zeit
dein Gegner...

Die Grafik ist besonders auch in der heutigen Zeit nichts für Fetischisten.
Sie beschränkt sich auf die Auflösung
von 640x480 und eine isometrische 2D-Ansicht. Das übliche Problem solcher Spiele,
die versteckten Ecken hinter Mauern, wurde dadurch gelöst, dass diese Mauern
einfach verschwinden. Wenn man sich in einem Haus aufhält, wird das Dach entfernt,
um einen Blick ins Innere zu gewähren.
Ansonsten bietet das Spiel nichts
Spektakuläres, die Zwischensequenzen sind extrem dünn gesäht und beschränken
sich auf extrem wichtige Begebenheiten im Spiel, das Briefing des Bunkeraufsehers
oder die obligatorischen Endsequenzen. Da wäre damals deutlich mehr drin gewesen.
Die Gespräche
sind auch nicht viel aufwendiger. Sprachausgabe und animierte Gesichter sind nur
bei den wichtigsten Charakteren im Spiel vorhanden.

hält sich auffällig im Hintergrund und dient nur dazu, die Atmosphäre an den
verschiedenen Locations einzufangen. Gespielt werden keine Musikstücke im
herkömmlichen Sinne, sondern eine Art "Akustik-Collagen". Dies ist sicherlich
die bessere Wahl als ein aufdringliches Begleitgedudel.
Der Sound der verschiedenen Waffen ist recht interessant. Selbstverständlich klingt
ein Flammenwerfer auch anders als eine 8mm-Pistole. Allerdings ist hier nicht mehr
zu hören als in jedem anderen Spiel.
Es bedarf für das 1997 veröffentlichte Spiel schon eines älteren Betriebssystems:
Bei Windows 2000 streikt das Programm schon bei der Installation, unter Windows
XP hilft unter Umständen der "Programmkompatibilitäts-Assistenten", der sich im
"Zubehör"-Ordner findet.
Software: Dos oder Windows 95, 98
Hardware: Pentium 90 Mhz, 16 Mbyte Ram, Grafikkarte (3D nicht nötig), 16 Bit
Soundkarte
Das Gameplay von Fallout 1

Das Spielprinzip besteht darin, durch die verschiedenen Orte zu wandern und
im weitesten Sinne „etwas zu erleben".
Man spricht mit NPCs, mit von ihnen Aufträge an, holt sich von ihnen verschiedene
Informationen oder erschießt sie einfach. Welchen Weg man dafür wählt, steht
einem frei, jedoch ist der friedliche Weg meistens der erfolgreichere. Für
alle Aktionen wie erfüllte Aufträge oder erschossene Gegner erhält man
Erfahrungspunkte. Ab bestimmten Grenzen steigt der Charakter eine Stufe
auf.
Man erhält nun neue Fähigkeitspunkte, die man auf die 18 verschiedenen
Fähigkeiten verteilen kann (und sollte). Anders als in anderen Rollenspielen
kann man die Grundwerte (wie Stärke oder Intelligenz) nicht mehr einfach
steigern, deswegen sollte man sich dies am Anfang des Spieles gut
überlegen.
Die meisten Aufträge werden im sogenannten "PIP-Boy", einer Art elektronisches
Notizbuch, aufgeführt, außerdem zeigt es an:
1) Wie lange man Zeit für den Wasserchip hat
2) Wie gut das Charisma ist (je höher desto billiger bekommt man Gegenstände)
3) Wen und wieviele man getötet hat
4) die Uhrzeit
5) wie lange man ruhen muss/kann, uvm...
In welcher Reihenfolge die Aufträge absolviert werden, bleibt dem Spieler
überlassen, man kann sowohl erst einmal durch die Lande ziehen und Aufträge
sammeln, als auch streng nach der Reihe vorgehen. Es gibt einige wenige
Aufträge, die zum erfolgreichen Durchspielen des Spieles unbedingt erforderlich
sind. Den Water-Chip musst du innerhalb von 150 Spieltagen auftreiben.
Der Zeitdruck kann im Endeffekt dazu führen, das Spiel mehrmals zu spielen,
da man dies beim ersten Versuch nur schwer schaffen kann. Ein 2. Zeitlimit
wird durch den Patch 1.1, den man auf der
offiziellen
Falloutseite von
Interplay bekommen kann, abgeschafft, so dass die vielen anderen "freiwilligen"
Quests machbar sind.
Es empfiehlt sich jedoch,
diese ebenfalls in der Zeitspanne zu erledigen, da man so mehr Erfahrungspunkte, neue Gegenstände, einige Spieltage zum Zeitlimit dazu,
oder einfach nur mehr Geld bekommt. Außerdem stellt das auch den besonderen
Reiz eines Rollenspiels dar.
Manche Aufträge können sogar auf verschiedene
Arten gelöst werden, die dann mehr oder weniger Erfahrungspunkte einbringen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Spiel ist der Handel. Links kann man aus einer
Liste auswählen, was man selbst gerne weggeben würde, rechts kann man sich etwas
vom Handelspartner wünschen.
Grundsätzlich geben alle NPC all ihr Hab und Gut
weg, es kommt nur auf den Preis an. Prinzipiell erhält man, abhängig von den
eigenen Handelsfähigkeiten, nie den ganzen Gegenwert der Ware. Jeder Tausch
stellt ein Verlustgeschäft dar, jedoch ist er oft die einzige Möglichkeit,
an neue Rüstungen/Waffen zu gelangen.
Außerdem ist man oft gezwungen, die
gefundenen Ausrüstungsgegenstände zu Geld zu machen, da sie mit ihrem Gewicht
nicht alle gleichzeitig getragen werden können.
ist recht übersichtlich aufgebaut, die Liste am linken Bildrand kann beliebig
viele Positionen aufführen, dafür ist der Charakter im Gewicht, das er tragen
kann, beschränkt. Hübsch anzusehen ist das Bild der Figur mit der aktuell
getragenen Rüstung und der Waffe.
Der Übersetzungsfehler im Bild, dass ein
Teil der Beschreibung einfach abgeschnitten ist, ist übrigens leider kein
Einzelfall.

sind sehr interessant, als Antwortmöglichkeiten sind von Superschleim bis zur
krassen Provokation, die ganz schnell in eine Schießerei ausartet, alles
erlaubt. Jedoch sollte man sich gut überlegen, wen man umlegt, da viele
Charaktere in den Quests eine wichtige Rolle darstellen.
Toten kann man
beispielsweise keine Gegenstände mehr aushändigen. Solche Aufgaben sind
dann von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Sie sind rundenbasiert und erlauben sogar das Abspeichern zwischen den Runden.
In Abhängigkeit von den Aktionspunkten kann man nun laufen, schießen, nachladen
oder das Inventar benutzen um beispielsweise eine andere Waffe zu wählen.

NPCs, die sich dem Spieler anschließen, können ebenfalls mitkämpfen. Es ist
sogar möglich, ihnen neue Waffen oder Rüstungen zu geben. Auf jeden Fall sind
sie als Packesel sehr gut zu gebrauchen. Vor jedem Schuss sieht man die
Wahrscheinlichkeit, mit der man den anivisierten Gegner trifft. Dieser Wert
ist, wie alles in Fallout, von den eigenen Fähigkeiten, wie Wahrnehmung oder
Waffenbenutzung, abhängig.
In Abhängigkeit von der Reaktion der am Kampf
beteiligten Charaktere kommen diese in einer bestimmten Reihenfolge an die
Reihe. Speziell zu Anfang hat ein Spieler mit einer hohen Reaktion Vorteile.
Nach dem Schuss/Tritt etc. wird intern ausgewürfelt, ob dieser gesessen hat.
Wenn ja, wird die Rüstung berücksichtigt, die den Treffer mildert. Gute
Rüstungen sorgen dafür, dass die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt.
Sehr
praktisch ist außerdem die Möglichkeit eines gezielten Schusses zum Beispiel
in den Arm. Der getroffene kann dann seine Waffe nicht mehr abfeuern.
Übrigens: In der amerikanischen Version gibt es sowohl Kinder als auch Blut
bei Toten im Spiel,... in anderen Ländern wurde dies zensiert!
Meine persönliche Meinung

Ich bin damals zu Fallout gekommen, als
ich einfach durch ein Computergeschäft gegangen bin. Und da sah ich das
Spiel. Das Cover verriet auf dem ersten Blick, dass es sich um ein abenteuerliches
Spiel handelte. Ich las die Beschreibung und weil mir "Rollenspiele"
gefallen, schlug ich bei Fallout zu. Als ich zu Hause war, legte ich
gleich mit dem Spielen los...
Mir selber hat dieses Spiel SEHR GUT gefallen, weil ich mich wie in Live
fühlte da Fallout so realistisch gemacht wurde. (z.B: Wenn man einen
Mitmenschen/Mutanten verärgert oder Freunde von ihnen tötet/angreift dann
hetzen sie gleich das ganze Dorf oder die Gang auf dich).
Die Grafik hat mir damals gut gefallen und auch heute noch verleiht
die Landschaft um dich herum ein außergewöhnliches Gefühl beim Spielen.
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