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Die Sound- und Musikuntermalung

Auch akustisch gesehen ist Divine Divinity durchaus gelungen. Fast sämtliche Dinge,
die man auf dem Bildschirm sehen kann, kann man auch hören. Das fängt bei den Vögeln
an und hört beim Zusammenbrechen eines Skelettes auf.
Für die deutsche Sprachausgabe
wurden gute Sprecher gefunden, auch wenn sich die eine oder andere Stimme schlechter
anhört. Schlüsselszenen und wichtige Charaktere wurden großenteils vertont. Der
gesamte Text wurde nicht vertont, da es aufgrund der Menge und aus Platzgründen
nicht passen würde.
Aber der wahre Höhepunkt von Divine Divinity liegt bei der Musik. Das Spiel bietet
zahlreiche Stücke die alle samt unterschiedlich sind und auch nicht nach mehrmaligen
Hören langweilig werden.
Auf der
Larian Studios Homepage
kann man sich ein paar
Probestücke downloaden und schauen ob sie einem gefallen oder nicht. Außerdem
wünschen sich viele Spieler, unter anderem auch ich selbst, einen Soundtrack von
dem Spiel. Das alles deutet auf die großartige Leistung von Kirill Pokrovsky, dem
verantwortlichen Musikkomponisten, hin.
Um es vorwegzunehmen: das Spiel weist meiner Meinung nach nicht sehr viele
Schwächen auf. Allerdings hat mich doch etwas gestört, nämlich dass ein paar
Versprechungen aufgrund des Zeitdrucks nicht eingehalten werden konnten. Darunter
zählen z.B. die NPC Tagesabläufe und eine erweiterte KI, die noch mehr auf den
Spieler reagieren sollte.
Der misslungene Ödlandteil gegen Ende des Spieles ist leider der größte Patzer.
Dort verkommt das Spiel zu einem reinen Diablo Klon, bei dem es nur auf das Kämpfen
ankommt. Die Geschichte und Aufgaben wurden dort sehr vernachlässigt. Hinzu kommen
noch die anfänglichen, technischen Probleme zu Beginn des Erscheinens.

Wie Ihr als Leser bereits erkannt haben solltet, hat mir das Spiel durchaus gefallen.
Ich würde es wirklich jedem RPG Fan ans Herz legen und es ist eine absolute
Kaufempfehlung meinerseits. Wer die alten Ultimateile (speziell 7 und 8) mochte
sollte einen tieferen Blick riskieren, oder sich gleich anhand der englischen
Demoversion eine eigene Meinung bilden.
Für Genre Neueinsteiger könnte das Spiel
aufgrund der nicht linearen Aufgaben und komplexen Spielwelt allerdings zu
schwierig sein. Aber auch diese Partei von Spielern sollte mit Hilfe des sehr
gelungenen Handbuches sich zu Recht finden können.
Nebenbei sollte man auch
erwähnen, dass sogar der Projektleiter Swen „Lar“ Vincke sich im Handbuch bei
dem Spieler für den Kauf bedankt, was auch nicht für jede Softwareschmiede
selbstverständlich ist.
Die Larian Studios haben bei Divine Divinity versucht die Welt so glaubwürdig
wie möglich in Szene zu setzen und genau dies ist ihnen auch gelungen. Die Tag-
und Nachtwechsel, die komplexe Interaktion mit der Umwelt und Gegenständen,
die NPCs, die Geschichten und Probleme der Bewohner Rivellons und die grafische
Umsetzung der Welt fusionieren zu einer großen Spielspasseinheit. Und auf den
Spielspass kommt es doch am meisten an, oder?

Leider gibt es aber auch einen bitteren Beigeschmack.
Warum nur kam das Spiel nur so früh und „bugverseucht“ auf den Markt?
Diese Frage stellten sich auch Tausende von anderen Spielern. Die Verkaufsversion
von Divine Divinity war leider sehr mit „Bugs“ verseucht und lief auf vielen
Systemen sehr instabil.
Durch frühere und persönliche Besuche bei den Larian
Studios war mir genau klar geworden, wie hart das Team doch an dem Spiel gearbeitet
hat und das etwas falsch gelaufen sein musste. Gerade deshalb hat mich der wirklich
exzellente Support nach dem Erscheinen des Spieles sehr gefreut.
Die Larian
Studios arbeiteten Tag und Nacht, sogar am Wochenende waren sie im Büro tätig,
um die letzten „Bugs“ zu jagen und ausfindig zu machen und um im Forum den Spielern
zu helfen. Die Spieler haben sogar die Möglichkeit den Entwicklern direkt ihre
Spielstände zukommen zu lassen, die sie nach erblickten Bugs durchforsten, damit
die Spieler später weiterspielen konnten. So was
habe ich bis jetzt bei noch keiner Computerspielfirma sehen können, Hut ab!
Heute ist Divine Divinity bereits an Versionsnummer 1.32 angelangt. Zwar ist es
immer noch nicht hundertprozentig fehlerfrei, aber welcher aktuelle Titel, der
dazu auch noch so komplex ist, ist das heutzutage schon?
Prozessor: P2 450Mhz oder besser
RAM: 128 MB
Grafikkarte: 8 MB, Direct X 8.0 kompatible
Soundkarte: 100% DirectSound kompatible
CD-ROM: 4x oder schneller
Betriebssystem: Win 98/ME/2000 SP2/SP3/XP
DirectX: Mindestens Version 8.0
Festplatte: 2,5GB freier Speicher (ein Savegame benötigt ca. 60 MB)
Mein Testsystem
Prozessor: P4 2GHZ
RAM: 512 MB
Grafikkarte: Asus GeForce4 4400 TI mit Detonator 30.82 Treiber
Soundkarte: Creative Soundblaster Live! 1024 Player
DVD-ROM: 48x LiteOn
Betriebssystem: Windows XP + SP1
DirectX: Version 8.1
Divine Divinity Version: 1.32 Deutsch
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