
Der Singleplayer-Diablo 2 Erbfolger?
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Fertigkeiten, Grafik und Interaktion
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Divine Divinity. Der Name an sich klingt schon recht seltsam und so mancher würde
ihn grob mit „Göttliche Gottheit“ übersetzen. Aber wie kam man auf solch einen
schrecklichen Titel?
Ach ja, stimmt, eine noch recht unbekannte belgische Softwareschmiede namens
„
Larian Studios“ arbeitete an einem Spiel, welches ursprünglich „Divinity – The
Sword of Lies“ hieß. Um das Spiel überhaupt erstmal auf den Markt bringen zu
können wurde im Jahr 2000 ein Publisher gesucht und auch gefunden. Diesem
Publisher, welcher auf den Namen
CDV hört, haben wir es zu verdanken, dass
Divine Divinity so heißt wie es nun mal heißt und dass es überhaupt nach
vierjähriger Entwicklungszeit Anfang August 2002 erschienen ist.
Man spricht außerdem von einem Rollenspiel, welches beide Käuferschichten
bedienen soll: einmal die traditionellen Rollenspieler und einmal die Diablo
Fangemeinde. Zugleich soll es eine fesselnde Hintergrundgeschichte erzählen
und eine Komplexität bieten, welche sich durchaus an der Ultimaserie orientiert.
Spannende und schnelle Kampfszenen, welche in Hack ‚n’ Slash Manier ablaufen,
detaillierte 2D Grafiken in isometrischer Perspektive und ein Spielfluss, der
fast ohne Ladezeiten auskommt, soll das Spiel laut dem Entwickler bieten.
Wurden die festgelegten und angestrebten Ziele auch wirklich erreicht?
Zur erzählten Geschichte möchte ich nicht sehr viel sagen, da ich den Spielern
nicht zuviel vorwegnehmen möchte. Grob gesagt geht es um einen Lord des Chaos,
welcher das Land Rivellons beherrschen möchte. Als Held wird man später selbst
zu dem „Auserwählten“, welcher das Böse in Rivellon besiegen muss.
Das klingt
auf dem ersten Blick nicht äußerlich originell, aber je weiter man spielt, desto
mehr entwickelt sich auch die Geschichte. Später gelangt man außerdem in einen
Zwergen- und Elfenkonflikt, welcher auch nur von dem Bösen initialisiert wurde
um beide Mächte gegeneinander auszuspielen.
Der Spieler hat somit viele Aufgaben
in klassischer Rollenspielmanier zu lösen und ist dabei völlig auf sich gestellt,
da es keine Party gibt. Es gibt zwar ein paar Fertigkeiten, die einen Gefährten
erzeugen, allerdings kann man diesen nicht wirklich als ein Partymitglied sehen.
Zum Glück kann man die Reihenfolge der Aufgaben selbst bestimmen, da Divine
Divinity sehr nicht-linear aufgebaut ist. Einzig der Hauptstorystrang ist
linear aufgebaut.
An der Stelle, an der man den „Rat der Sieben“ zusammengerufen
hat, denkt man, man hätte alle Aufgaben erfolgreich lösen können und das Spiel
wäre bereits zu Ende. Dann auf einmal kommt eine Wende, die der Spieler nicht
für möglich gehalten hätte und das Abenteuer geht weiter.

Divine Divinity bietet dem Spieler eine Auswahl zwischen drei Klassen. Man kann
sich entscheiden, ob man einen Krieger, Magier oder Überlebenskünstler verkörpern
möchte. Wie in fast jedem Rollenspiel kann man auch das Geschlecht frei wählen.
Neben dem Aussehen selbst unterscheiden sich die Charaktere mit ihren Startwerten
und Fertigkeiten voneinander.
Nachdem eigentlichem Intro, welches zeigt, wie unser Held einen Kampf gegen einen
Ork verloren hat, wacht man in einem Keller auf und das Abenteuer beginnt.
Die Steuerung selbst ist kinderleicht zu erlernen. Sämtliche Aktionen erfolgen
über die Maus und optional über ein paar Tastenkürzel. Mit der linken Maustaste
kann man sich in der Welt fortbewegen. Die Fertigkeiten werden mir der rechten
Maustaste ausgeführt.
Am unteren Rand des Bildschirms befindet sich die so
genannte „Snakebar“. Auf dieser Leiste sind verschiedene Symbole und deren
Funktionen abgelegt. So kann man von dort aus blitzschnell Zugang zum Inventar
erlangen, einen Blick in die Gesprächsauflistung werfen oder einfach nur die
Karte betrachten und die eingesammelten Aufträge überblicken.
Zum Inventar wäre
noch zu sagen, dass dies sauber unterteilt ist zwischen Rüstungen, Waffen,
magische Gegenstände, Tränke und allgemeine Gegenstände. Während des Spielens
kann man eine kleine Karte einblenden lassen, auf der man sich selbst, Gegner,
NPCs und natürlich die nähere Umgebung sehen kann.

Das Kämpfen in Divine Divinity basiert auf das Hack ‚n’ Slay Verfahren, welches
man aus Spielen wie Diablo kennt. Allerdings denkt dort, wo Blizzards Designer
aufhören, Larians Team ein wenig weiter. Und zwar ist es möglich zu jeder Zeit
im Kampf das Spiel zu pausieren und Aktionen einzugeben.
So entsteht keine
unnötige Hektik und man kann strategischer als bei der direkten Konkurrenz an
den Kampf gehen. In brenzlichen Situation nimmt der Spieler einen Heil- oder
Manatrank zu sich oder teleportiert sich an einen sicheren Ort. Man kann sich
mittels einer Fertigkeit auch unsichtbar machen und an dem Gegner geschickt
vorbeischleichen, oder sich gar im Schatten verstecken.
Des Weiteren kann man
sich auch tot stellen und dann warten bis die Monster an einen anderen Ort
gehen. Wie man vorgeht und spielt entscheidet der Spieler selbst.
Das Spiel
verkommt auch nicht zu einer „Doppelklick auf den Gegner“-Klickorgie. Einmal
das Ziel ausgewählt und der Charakter schlägt sich solange mit dem Monster
bis er oder es tot ist. Mit der STRG-Taste kann man Gegner leichter anvisieren,
falls man den optionalen Pausenmodus nicht verwenden möchte.
Mittels ALT-Taste
werden Gegenstände eingeblendet. Das können Waffen, Rüstungen oder Tränke sein.
In sehr komplexen Arealen sieht das Spiel dann schon fast aus wie ein
Textadventure, aufgrund der Vielzahl von Gegenständen.
| Autor: | Martin "Nemisis Dragon" Müller |
| eMail: | Nemisis@PlanetDivinity.de |
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