
Nach Diablo ist am 29.06.2000 der langersehnte Nachfolger Diablo 2 erschienen. Vorher wurden
1000 Spieler aus den USA sowie einige hundert Journalisten von 130000 Bewerbern ausgewählt, die
im Battlenet von Blizzard Entertainment die Beta-Version
von Diablo 2 testen durften.
Dort war der erste von vier Spielabschnitten komplett
spielbar, den die "Auserwählten" als tapfere Helden
nun ohne Rast von allerlei Monstern säubern konnten.
Durch die
lange Testphase wollte Blizzard verhindern, dass Diablo 2 mit vielen Fehlern
auf den Markt kommt, was im Großen und Ganzen auch gelang.

Diablo 2 war etwa drei Jahre in Arbeit und basiert im
Wesentlichen auf seinem Vorgänger Diablo.
Das Spielprinzip ist übernommen
worden. Wie auch in Diablo ist es deine Aufgabe, Dungeons aber
nun auch die Oberwelt von Monstern zu befreien.
Die drei Jahre Entwicklungszeit haben
natürlich sichtbare Spuren hinterlassen, so dass die Graphik zwar OK,
aber nicht auf dem neusten Stand ist. Das Spiel ist mit einer Auflösung
von 640x480 Punkten schon etwas pixelig und unübersichtlich.
Anders als bei Diablo ist die in Deutschland erhältliche Diablo 2-Version
komplett ins deutsche übersetzt worden, so dass keine Sprachschwierigkeiten drohen.

Mit einem der fünf neuen
Charaktere beginnst
du das Spiel im ersten Akt, einer Welt mit saftigen Wiesen,
einem alten verfallenem Kloster und einigen finsteren Höhlen.
Dort
gibt es eine Siedlung, das "Rogue Encampment", wo du dich bei drei
Händlern eindecken kannst, die über ein umfangreiches Sortiment
an Standartwaffen und Rüstungen, sowie an magischen Gegenständen und Tränke verfügen.
Insgesamt ist Diablo 2 in vier Akte aufgeteilt.
Der 2. Akt spielt in der Wüste, wo viel ägyptische Architektur bewundert
werden kann. Im 3. Akt und größten durchforschst du Wälder und Sümpfe, um deine Aufträge zu erledigen.
Beim 4. Akt kommt unser Held der
Hölle am nächsten, da dieser Abschnitt in einem Vulkan spielt.

Die Level werden wieder wie in Diablo zufällig generiert, nur gibt es
keine Zufallsquests mehr. Da nun eine feste Reihenfolge besteht, muss man
beim Spielen alle vorhandenen Aufgaben lösen und kann somit keinen
Quest verpassen.
Die Steuerung ist so einfach wie in Diablo doch wurden
zum Glück die ewige Klickorgien entschärft. Jetzt attackiert der Held
den Gegner, wenn man die Maustaste gedrückt hält.
Auch wurde das Inventar erweitert.
Die Charaktere haben nun die Möglichkeit Handschuhe, Stiefel oder einen
Gürtel zu tragen.
Das Spielprinzip ist einfach gestrickt aber trotzdem genial.
Der vordergründige Auftrag des Spiels besteht darin
Diablo, den Fürst des Schreckens, zu besiegen, der sich erneut
befreien konnte, nachdem er in Diablo 1 gebannt wurde.

Doch die eigentliche
Aufgabe ist, in den drei Schwierigkeitsstufen (wenn man Diablo in
einer Schwierigkeitsstufe getötet hat, kann man in die nächst höhere
gelangen) so viele Monster wie möglich zu
metzeln. Dafür bekommt man Erfahrungspunkte, die ab einer bestimmten
Anzahl für einen Stufenanstieg und dadurch für die
Verbesserung des Charakters zuständig sind.
Die Monster
hinterlassen natürlich auch Waffen, Rüstungen, Geld und andere Gegenstände.
Für viele Spieler besteht der eigentliche Sinn des Spiels darin sich einen perfekten
Charakter zu erkämpfen, der auf einer hohen Charakterstufe ist und
die besten magischen Gegenstände besitzt.

Daraus ergibt sich
für manche Spieler (ich spreche aus Erfahrung!) ein erhebliches Suchtpotenzial.
Da man immer
neue Gegenstände finden, noch ein paar Monster bis zum
nächsten Stufenanstieg metzeln oder schnell noch den folgenden Quest
beenden möchte, sitzt man schon mal unbemerkt mirnichtsdirnichts 4 Stunden
vorm Computer.
Deshalb apelliere ich an alle Diablo 2-Fans es im eigenen Interesse nicht zu übertreiben.