In Diablo 2 sind es nicht drei, sondern fünf verschiedene Charaktere, die man sich
als Helden aussuchen kann.
Dabei ist keine Klasse aus Diablo 1 übernommen
worden, es können aber gewisse Ähnlichkeiten nicht geleugnet werden.
Der Barbar

Der Barbar ist die absolute Kämpferklasse in Diablo 2. Seine
Stärke und sein Wissen im Umgang mit Waffen sind von den
anderen Helden nicht zu überbieten.
Der Barbar fühlt sich besonders
mit den Tieren verbunden und kann im Kampf mit deren Geistern sprechen,
so dass seine übernormale Stärke noch größer wird.
Mit der Zivilisation
ist er hingegen nicht so gut vertraut, denn durch den täglichen Überlebenskampf
in der freien Natur kommt er nicht mit vielen anderen Menschen in
Kontakt. Es ist die Natur und der Kampf, worüber der Barbar am besten
bescheid weiß.
Der Barbar ist mit dem Krieger aus Diablo 1 vergleichbar,
er ist jedoch noch mehr auf Kampf spezialisiert.
Die Magierin

Die Magierin ist eine der Frauen, die sich selbst die Kunst der
Magie beigebracht hat, indem sie sie von den von Männer dominierenden
Magierzirkeln genommen hat.
Ihre große Stärke ist natürlich die
Magie, die den Mangel an kämpferischen Fähigkeiten überdeckt.
Ihre Kampfsprüche sind eingesetzt eine starke Waffe, während sie
sich gleichzeitig mit Verteidigungsmagie gut schützen kann.
Die Magierin handelt in ihren eigenen, für den Außenstehenden
schwer einzusehenden Motiven, wodurch sie für Ahnungslosen oft als
bösartig gilt und gemieden wird.
Die Magierin entspricht in etwa dem Zauberer aus Diablo 1 nach einer
Geschlechtsumwandlung.
Der Totenbeschwörer

Der Totenbeschwörer ist eine völlig neue Figur, die wenig mit
Charakteren aus Diablo 1 zu vergleichen ist.
Dieser magiebegabte Mensch
aus den südlichen Sümpfen versteht es, im Kampf gefallene Kreaturen wiederzubeleben,
über die er daraufhin die Kontrolle übernimmt und sie in seinem Sinne
handeln lässt.
Auch wenn seine Motive fast immer im Namen des
Guten stehen, wird er von den anderen Menschen wegen seiner schwarzen Magie gefürchtet,
wozu auch noch zusätzlich sein Äußeres führt. Denn durch
lange Studien in dunklen Gewölben ist seine Haut blaß und seine
Statur knochig geworden, so dass er fast selbst so aussieht, als
sei er aus dem Totenreich auferstanden.
Dieser Charakter ist auf Wiederbelebungszauber und schädigenden Flüchen spezialisiert.
Ein (Schwarz-)Magier, der zudem Ausdauer und auch kämpferische Fähigkeiten
in sich birgt.
Die Amazone

Die Amazone ist eine mächtige Jägerin, die ihren Ursprung in Normadenstämmen
aus dem Süden hat.
Durch die Wanderungen dieser Gruppen, kommt die Amazone oft
in Kontakt und Konflikt mit anderen Menschen. Ihre Lebensweise macht sie
weitestgehend unabhängig von anderen, so dass sie alleine gut zurecht
kommt.
Ihr Umgang mit dem Bogen ist herausragend, aber auch mit dem Speer
weiß sie gekonnt umzugehen.
Diese Fähigkeiten nutzt sie im Kampf aber nur voll
aus, wenn am Ende etwas für sie herausspringt. Denn mit ihrer einem
Söldner ähnelnden Einstellung setzt sie sich nur für ihren Vorteil ein.
Die Amazone ähnelt sehr der Jägerin aus Diablo 1. Ich denke aber, dass
sie nicht so magiebegabt wie ihre Vorgängerin seien wird.
Der Paladin

Der Paladin ist ein Anhänger der Religion des Lichts, für dessen
Ideologie er sich mit aller Kraft einsetzt.
Recht und Ordnung
ist für ihn heilig, weshalb er von vielen wegen seiner
Tapferkeit und Gutheit verehrt wird.
Seine Standfestigkeit
im Glauben geben ihm Kräfte, die seine Freunde schützt und
seinen Gegnern das Fürchten lehrt. Aber die Paladine werden auch
von manchen als religiöse Fanatiker verspottet.
Der Paladin ist eine Kämpfernatur, die jedoch über mehr
magische Möglichkeiten als der Krieger in Diablo 1 verfügt.