
Das Spielprinzip ist recht einfach gestrickt, es besteht darin
in der Kathedrale vor dem kleinen Dorf Tristram Monster zu metzeln, um dadurch
wertvolle magische Gegenstände zu erhalten und Erfahrungspunkte zu sammeln,
bis man im finalen Kampf Diablo, dem Herr des Schreckens, gegenüber steht.
Ein Grund für den Erfolg des Spiels ist, dass "Diablo" unkompliziert zu spielen ist.
Es müssen keine komplizierten Regeln beachtet werden, da sich
das Spiel praktisch selbst erklärt. Ohne den oft sehr langen Blick in die
Handbücher bei anderen neu gekauften Rollenspielen kann man schnell Erfolge
feiern.
Eine immer neue, zufällige Erstellung der Dungeons lässt das Spiel zudem
nicht langweilig werden, da bei einem zweiten Anfang neue
Monster, Gegenstände und Räumlichkeiten gefunden werden können.
Doch wie immer ist nicht alles perfekt! Im Singelplayermodus kann man
nur in ein Spielstand sichern, da es nur eine ".sav-Datei" unterstützt
wird!
Desweiteren sind in "Diablo" wichtige
Rollenspielelemente wie z.B. komplexe Aufträge von der Bevölkerung
oder NSCs nicht vorhanden. Das Gameplay beschränkt sich hauptsächlich
auf dumpfes Monsterschlachten, welches nur den eingeschränkten
Sinn hat, gute Gegenstände zu ergattern. Dabei hätte die
Hintergrundstory für das Spiel mehr Möglichkeiten geboten.

Auch gab
es kurz nach dem Erscheinen von "Diablo" schon Trainer, wodurch Cheater
im Multiplayerspiel sowie auch im Battle.net einem den Spielspaß ordentlich
verderben konnten.
Das kostenlose Battle.net mit seinen Spiel- und Chatmöglichkeiten war sicherlich
neben dem süchtig machenden Gameplay eine weitere Ursache für den
großartigen Erfolg.
Kurz nach der Veröffentlichung entstanden unzählige Gilden, in
denen sich die Diablo-Spieler großflächig organisierten. Es
entstand ein reger Handel mit seltenen Gegenständen und so
ist es kein Wunder, dass es selbst bis kurz vor dem Erscheinungstermin
des 2. Teiles immer noch tausende Spieler gibt/gab, die sich ins
Battle.Net einloggen, um ein paar gute Games zu spielen oder sich
einfach nur in den Channels des Battle.Nets zur allabendlichen
Chatrunde in der Community treffen.
Die Charaktere:
In Diablo schlüpft der Spieler in einen der 3 ihm zur Verfügung
stehenden Charaktere und startet in dem kleinen Dorf Tristram, nahe
der Kathedrale, in deren Untergrund sich grauenhafte Ereignisse
abspielen.
Der Krieger (The Warrior)

Der Krieger sticht besonders durch seine Stärke hervor, die ihn dazu
befähigt schwere Waffen und Rüstungen zu tragen. Er ist auf Nahkampf
spezialisiert, da er mit seinen Waffen ordentlich austeilt und viel
Schaden einstecken kann.
Dafür
hat er mit Magie wenig am Hut, denn seine Zauberkünste beschränken sich
auf das Mindeste. Er kann zwar Zaubersprüche bis zu einem gewissen
Grad erlernen, doch ihm fehlt die Schnelligkeit sie ordentlich
anzuwenden.
Für Leute, die mit der Klinge schneller sind, als mit Worten!
Der Zauberer (The Sorcerer)
Der Zauberer ist ein mächtiger Gelehrter, der ohne zu zögern die
schwierigsten Zaubersprüche spricht, die er mit aller Macht gegen
seine Gegner wirken lässt. Auch aus großen Entfernungen kann er seine Macht
skrupellos einsetzen.
Doch kommen die Gegner zu nahe, dann wird es
gefährlich für diese eher schmächtige Gestalt. Da seine Stärke
nicht annähernd der des Kriegers gleicht, sind Waffen und
schwere Rüstungen für ihn nicht ohne weiteres benutzbar.
Außerdem bringen Treffer
der Gegner ihn aus seiner Konzentration, so dass in mitten von
Monstern mancher Zauberspruch nicht schnell genug gesprochen werden kann.
Und dann noch diese Magieresistenzen einiger Gegner...!
Die Jägerin (The Rogue)
Die Jägerin entstammt der Zunft der "Sisters of the Slightless Eye"
deren Mitglieder teuflisch gut mit dem Bogen umgehen können. Durch
ihre hohe Beweglichkeit ist sie so schnell mit der gespannten Sehne,
wie keine andere Klasse in Diablo.
Die Gegner werden
schon auf großer Entfernung attackiert, so dass sie sich erst durch den
Pfeilregen zu unserer Heldin vorkämpfen müssen und dabei meistens
schon frühzeitig ihr Leben lassen.
Die Jägerin ist auch in
der Lage als Nahkämpfer zu agieren, sowie besitzt sie weitaus bessere
magische Fähigkeiten als der Krieger, wodurch sie sich in
beide Richtungen entwickeln kann.