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Colin McRae ist wieder da: Nachdem der Vorgänger bereits vor mehreren Jahren
sehr erfolgreich war, und die damalige Konkurrenz in die Schranken verwies,
versucht
Codemasters
diesen Erfolg mit dem im März 2001 erschienenen Colin McRae Rally 2.0
nochmals zu wiederholen.
Was beinhaltet der Nachfolger?

Bei CMRR2 dürfen Sie sich auf 80 Etappen in insgesamt 8 Austragungsorten
mit der Konkurrenz messen. Sie haben die Qual der Wahl: entweder Sie machen
mit dem diesjährigen Dienstfahrzeug des Namensgebers Colin McRae, dem Ford
Focus die Strecken unsicher, oder Sie steuern sein Gefährt der letzten Saison,
den Subaru Impreza.
Wenn Ihnen keiner dieser beiden Wagen zusagt, können Sie
auch einen der anderen 4 Wagen nehmen, die Ihnen anfänglich zur Verfügung stehen:
der Peugot 206, der Mitsubishi Lancer Evo 6, der Toyota Corolla und der Seat
Cordoba. Sie können den Fuhrpark immer weiter Ausbauen: z. B. durch Siege bei
Rallyes 15 Bonuswagen freischalten, darunter zu finden ist der Ford Escort
MK1 und ein Ford Puma, sowie einige der oben genannten Boliden in anderer
Lackierung.

Die Designer haben besonders die Grafik überarbeitet. Neben den oben bereits
angesprochenen neuen Etappen und Wagen ist vor allem der neue Arcademodus
hervorzuheben: während Sie sich in einer richtigen Rallysaison fast immer alleine
auf der Strecke befinden, die Ausnahmen hierbei sind die 4 Duelletappen, wo man
sich mit einem Gegner direkt messen kann und man durch Banden getrennt
nebeneinander herfährt, gibt der Arcademodus dem Spieler die Möglichkeit sich
auf 8 Rundkursen direkt mit der KI-gesteuerten Konkurrenz messen.

Hierbei müssen
Sie allerdings auf die sonst sehr nützlichen Hinweise des Beifahrers verzichten.
Im Rallyemodus sind diese Kommentare aber eine große Hilfestellung: So ist der
Fahrer immer darüber informiert, ob nun hinter der nächsten Kurve eine Bodenwelle
ist oder nicht. Wenn der Spieler dann seinen Fahrstil nicht anpasst, kann es
schnell zu kleineren oder auch größeren Schäden am Fahrzeug kommen.

Dies sollte
man allerdings tunlichst vermeiden: Nach jeweils 2 Etappen hat man 60 Minuten
Zeit um Schäden zu beheben. Es gibt insgesamt 11 Teile am Wagen die beschädigt
werden können. Da die 60 Minuten teilweise recht knapp bemessen sind, sollte
man zuerst die wichtigen Teile reparieren.
Wenn z.B. das Getriebe zu stark
beschädigt ist, kann es passieren, das sie mit weniger Gängen zurechtkommen
müssen. Über das Wetter und die Beschaffenheit der nächsten Etappen sollte
man sich ebenfalls informieren, damit sie den Wagen, falls noch genug Zeit
ist, darauf abstimmen können.
Wer bremst verliert nicht immer

Bei Colin McRae 2.0 sollte man die Geschwindigkeit seines Wagens nie
aus dem Auge verlieren. Wenn man z.B. zu schnell in eine Haarnadelkurve
einbiegt, landet man fast zwangsläufig in der Bande.
Allerdings sollte man auch
nicht zu langsam in die Kurven gehen, dadurch verliert man oftmals wertvolle
Sekunden. Es gilt also die Geschwindigkeit für jede Kurve individuell zu "gestalten",
wo wir wieder beim Beifahrer sind.

Wie bereits erwähnt, gibt dieser wertvolle
Tipps: so weiß der Fahrer nicht nur, ob der Fahrbahnbelag wechselt, sondern weiß
auch, was für eine Kurve als nächstes kommt. Hierbei unterteilt man die Kurven in
6 Gruppen: von 6 (Leichte Kurve, kann mit Höchstgeschwindigkeit genommen werden)
bis hin zur Haarnadelkurve (Sehr eng, wird langsam genommen).
Auf Graden sollte
man das Gaspedal bis zum Boden durchtreten, Geschwindigkeiten von 200 km/h sind,
vorausgesetzt das Vehikel ist nicht zu stark beschädigt und hat die benötigte
Leistung, keine Seltenheit.

Die Entwickler haben die Grafik im Vergleich zum Vorgänger stark verbessert.
Die Autos sind so schön wie nie zuvor. Bei dem, was neben der Strecke zu finden ist
hätten sich die Entwickler mehr Mühe geben können. Die Zuschauer bestehen aus
Bitmaps, die Absperrungen am Streckenrand auch.
Bei der Cockpitperspektive, die
im ersten Teil einer der Schwachpunkte war, wurde ebenfalls überarbeitet und ist
sehr gut gelungen. Das Schadensmodell ist nicht nur, was die kaputtbaren Teile
am Wagen betrifft sehr gut: der Schaden, der an der Karosserie entsteht ist nicht
zu übersehen.
Wenn der Fahrer seinen Boliden nicht vorsichtig genug steuert, kann
es schon mal passieren, das der Heckspoiler abfliegt, die Motorhaube zu klappern
beginnt oder das Sie unfreiwillig auf Scheiben verzichten müssen.

Mit Colin McRae Rallye 2.0 hat Codemasters einen würdigen Nachfolger
abgeliefert. Man hat besonders bei Grafik und dem Schadensmodell gute Arbeit
geleistet. Der neue Arcademodus sorgt auch für Spaß.
Auf die jagt nach Bestzeiten
geht man am besten mit einem Lenkrad oder Joystick. Mit der Tastatur oder einem
Gamepad ist es sehr schwer, den Wagen immer auf der Strecke zu halten.
Zum Schluss lässt sich sagen: Jeder der auch nur ein bisschen was für Rennspiele
übrig hat sollte bei Colin McRae Rallye 2.0 zuschlagen.
Betriebssystem: Windows 9x
CPU: ab Pentium 300 MHz
RAM: 64 MB RAM
Extras: Max. 8 Spieler (Internet, LAN, 1 PC)
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