Da DOSBox alle Berechnungen über den Prozessor abwickelt, sind die Systemvorraussetzungen entsprechend hoch.
Kam man vorher mit einem 486 für ein Spiel unter Dos 6.22 noch locker aus, kann man nun mit einem relativ
modernen Rechner sein blaues Wunder erleben. Besonders DOS-Spiele mit 3D-Grafik und anspruchsvolleren
Soundeffekten können mit DOSBox zu einer Ruckelorgie werden. Doch dagegen kann man entwas unternehmen, denn
bei DOSBox ist die Spielgeschwindigkeit beeinflussbar.
Oft äußern sich Geschwindigkeitsprobleme gleich nach Spielstart durch stotternden Sound und ruckeligem
Bildaufbau. Dem kann man entgegenwirken, indem man die CPU Cycles erhöht. Man sagt dadurch DOSBox, dass es
einen schnelleren Prozessor emulieren soll. Das macht man im Spiel indem man die Tastenkombination
"STRG+F12" drückt, wodurch die CPU Cycles erhöht werden.

Bis zu einem gewissen CPU Cycles-Wert steigt die Spielgeschwindigkeit und nimmt bei weiterer Erhöhung wieder ab.
Den jeweiligen optimalen Wert, der von der Rechenleistung des PCs und von dem jeweiligem Spiel abhängt, muss
man selbst durch Ausprobieren herausfinden. Mit STRG+F11 kann man wiederum die CPU Cycles verringern und somit
auch ein Spiel drosseln, das mit zu hoher Geschwindigkeit läuft.
Eine weitere Möglichkeit, mit der man viel Geschwindigkeit freisetzen kannt, ist die Einstellung von Frameskips.
Dadurch wird nur noch je nach Einstellung jedes zweite, dritte, vierte, ... oder zehnte Bild berechnet und
dargestellt.
Die Berechnung der Grafik nimmt bei DOSBox die meiste Leistung in Anspruch. Durch das Überspringen von Bildern
kann deshalb viel Rechenpower freigesetzt werden. Dabei ist ein Kompromis zu wählen. Wird nur jedes
zehnte Bild dargestellt, wird viel Rechenpower gespart, der Bildaufbau ist jedoch entsprechen ruckelig.
Ein Frameskip von 3 oder 4 ist bei Geschwindigkeitsproblemen ein guter Mittelweg. Bei geringer eigener Rechenpower
muss man für ein angenehmes Spielgefühl eventuell noch höher gehen. Während des Spielens erhöht man den Frameskip
mit der Tastenkombination STRG+F8 und erniedrigt ihn mit STRG+F7.
In D-Fend kann man CPU Cycles und Frameskip in den Profileinstellungen bei der Karteikarte
"Umgebung" einstellen. Dort kann man auch die Höhe des verwendeten Arbeitsspeichers verändern (mehr als 64 MByte bringen in der Regel
nichts und können sogar Probleme verursachen) und die Prozessorbelastung anpassen (die Einstellung "full" oder
"dynamic" kann noch etwas Geschwindigkeit bringen). Weiter kann man Geschwindigkeit freisetzen, indem man
bei der Karteikarte "Sound" die Soundqualität herabsetzt (Sample-Rate veringern) oder den Sound komplett
abstellt, wenn man darauf verzichten kann.
DOSBox macht erst ab einem Pentium 500 oder vergleichbarem Prozessor je nach Spiel langsam Sinn. Folgend
habe ich eine Reihe von Spielen unter DOSBox auf Spielbarkeit und Geschwindigkeit getestet.