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Das Ziel von ScummVM ist, alte Adventures unter modernen Betriebssystemen spielbar zu machen. Unterstützt
werden Spiele, die die Scumm-Engine (Script Creation Utility for Maniac Mansion) benutzen und einige weitere
Adventures wie Simon the Sorcerer 1 und 2, Beneath a Steel Sky und Borken Sword (Baphomets Fluch) 1 und 2.
ScummVM ist eine "virtual machine", die zwischen Betriebssystem und Spiel geschaltet ist.
Die Kommunikation zwischen Spiel und Betriebssystem wird mit diesem Stück Software derart optimiert, dass
die Adventures im vollem Umfang spielbar sind. Dafür wird nicht besonders viel Rechenpower
benötigt, so dass ScummVM anders als DOSBox auch auf schwachen Rechnern gut einsetzbar ist.
Wie DOSBox wird ScummVM unter der Open Source-Lizens entwickelt
und steht für verschiedene Betriebssysteme kostenlos zum Download bereit.

ScummVM ist sehr einfach zu handhaben. Wir laden uns die aktuellste Version, die im Moment auf den Namen 0.6.1b
hört, von der Projekthomepage herunter und installieren sie. Wir starten ScummVM und uns begrüßt folgender
Bildschirm.
Wir klicken auf "Add Game", wählen den Ordner aus, wodrin sich unser Adventure befindet und
drücken auf den "Choose"-Button. Haben wir einen falschen Ordner ausgewählt, kommt eine Meldung von ScummVM,
dass kein passendes Adventure gefunden wurde. Haben wir den richtigen

Ordner genommen, klicken wir nur noch
einmal auf "OK" und schon haben wir unser Adventure ordnungsgemäß bei ScummVM angemeldet. Das machen wir
mit allen weiteren Adventures, die von ScummVM unterstützt werden.
Ein Adventure wird gestartet, indem wir den gewünschten Spieleeintrag mit einem Klick gelb makieren und den
Startbutton drücken. Das klappt ja mal wieder wunderbar!
ScummVM übernimmt die Einstellungsoptionen der Adventures, an denen man natürlich drehen kann.
Man kann für alle Spiele globale Einstellungen treffen (Button "Options") und sich jedes Spiel noch einmal einzeln
vornehmen (Eintrag makieren, Button "Edit Game", Kreuz bei "Override global settings" setzen).

Einstellen kann man neben anderen mehr oder wichtigen Optionen die Lautstärke, ob man im Vollbildmodus
spielen will, in welchem Verzeichnis man die Savegames abspeichern will,
ob der Untertitel angezeigt werden soll und je nach Spielunterstützung in welcher Sprache man spielen möchte.
Bei der Karteikarte Audio kann man verschiedene Treiber für die Spielmusik auswählen. Nimmt man dort zum
Beispiel "Windows Midi", wird die Spielmusik ordentlich aufgebohrt und hört sich um einiges besser an.
Dadurch entspricht das Spielerlebnis von der Musik her natürlich nicht mehr dem orginalen. Manchmal kommt es vor, dass
der Windowstreiber bei einzelnen Stimmen andere Instrumente verwendet, wodurch das Klangbild nicht mehr richtig stimmt.
Bei Dott über Indiana Jones bis Sam & Max habe ich bei keinem von den von ScummVM unterstützten Spielen irgendwelche
Probleme zu verzeichnen gehabt. Im Vergleich zu DOSBox laufen die Spiele einen Tick geschmeidiger. Angenehm
ist auch, dass leicht bei den Spieloptionen eingegriffen werden kann.
The Cabal, August 2004
© Schattenjaeger.de
Germany 2004