
Ein weiterer U-Boot-Kracher?
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(Klicke zum Vergrößern auf die Screenshots!)
Aquanox ist der Nachfolger vom überaus beliebten Game Schleichfahrt, das 1996
veröffentlicht wurde und in Deutschland annähernd 100 000 Mal über die Ladentheke
ging.
Wie auch Schleichfahrt ist Aquanox ein Unterwasser-Actionspiel soll aber jetzt -
laut Entwickler
Massive Development
- auch Privateer ähnliche Elemente bekommen,
genauer gesagt, man kann seine Credits auch mit Handeln verdienen.
Als Releasetermin
wird September 2001 angepeilt.

In der Mitte des dritten Jahrtausends kommt es zur absoluten Katastophe - die
gesamte Erdoberfläche wird verstrahlt und unbewohnbar. Fauna und Flora gehen zugrunde,
Milliarden Menschen verlieren ihr Leben und den wenigen Überlebenden bleibt nur ein
Ausweg: Sie müssen sich in den Tiefen der Ozeane eine neue Existenz aufbauen.
Nach
anfänglichen Schwierigkeiten gewöhnen sich die Menschen mit der Zeit an das neue
Medium und sind schon bald in der Lage, beeindruckende Unterwasserstädte zu bauen,
leistungsstarke U-Boote zu entwickeln und die Ressourcen der Weltmeere effektiv zu
nutzen. Doch bereits kurze Zeit nach dem beinahe alles vernichtenden Krieg an der
Planetenoberfläche entstehen in über 2000 m Tiefe erneut 5 große, sich feindlich
gegenüberstehende Machtblöcke.
Alle Parteien wollen sich einen entscheidenden Vorteil
verschaffen und lassen zu diesem Zweck die Rüstungsindustrie und die Waffenforschung
auf Hochtouren laufen.
Doch dann passiert es: Nach einem misslungenen Experiment in
einer militärischen Forschungsanstalt kommt es zu riesigen Explosionen und unglaublichen
Verwüstungen. Durch die dadurch ausgelösten Seebeben werden riesige Ungeheuer aus ihren
Gefängnissen befreit und starten ihren Rachefeldzug gegen die Menschheit ...

Als Söldner Emerald "Dead-Eye" Flint muss der Spieler rund 30 abwechslungsreiche
Missionen absolvieren, in denen er vor viele anspruchsvolle Aufgaben gestellt wird.
Anders als beim üblichen Egoshooter-Geballere ist in AquaNox nämlich keineswegs nur
ein flotter Abzugsfinger gefragt. Vielmehr muss der Spieler mit viel Geschick und
Raffinesse vorgehen.
Zunächst wird man sich allerdings mit kleinen Aufträgen begnügen
müssen, für die noch kleinere Gagen herausspringen. Wenn man seinen Sold in den Ausbau
bzw. in den Kauf von neuen Schiffen steckt, winken jedoch schon bald wesentlich
lukrativere Unternehmungen.
Im Spiel wird man die Kontrolle von insgesamt 9 Schiffen
übernehmen können, die sich sehr stark voneinander unterscheiden, verschiedene Stärken
und Schwächen besitzen. Dabei ist es laut Massive auch möglich, den Laderaum einiger
Schiffe zu nutzen und kann somit mit Handeln Geld dazu verdienen.
Je mehr Geld man bei einer
Mission herausschlagen kann, desto gefährlicher ist der Auftrag. So kämpft der
Unterwasserkapitän mit Hilfe des Bordcomputers Sally u.a. gegen Piraten, gegen
Seeungeheuer und man andere merkwürdige Gesellen. Insgesamt wird es über 40
Gegenertypen geben und mehr als 70 NPC's warten darauf, angesprochen zu werden.
Neben der spannenden Singleplayer-Kampagne soll es auch einen Multiplayer - Modus
geben. Coop, Modi, Capture the Flag, Deathmatch u.s.w. stehen dann zur Verfügung.
Als Schmankerl
haben die Entwickler sogar angedeutet, dass eine Art Counterstrike-Modus möglich
ist, doch das steht noch nicht fest.

Massive hat für Aquanox eine eigene Grafikengine entwickelt und der Name scheint
Programm zu sein - die KRASS-Engine. Diese Engine stellt eine Unterwasserwelt da,
wie man sie schöner noch nicht gesehen hat.
Das Licht fällt durch die Wasseroberfläche
und wird an Gebäuden, Meeresgrund und Schiffen reflektiert. Plankton treibt im Wasser
und zahlreiche Meerespflanzen wiegen sich in der Strömung.
Technisch wurden alle
Register (endlich einmal) gezogen. Bumpmapping, nahezu photorealistische Landschaften,
Gebäude und Boote, ein effektvolles Beleuchtungssystem, Reflektionen,
Echtzeit-Schatten und mehrfarbiger Volumen-Nebel sind nur wenige der zahlreichen
grafische Highlights.
Wen es nach noch mehr Screenshots verlangt, kann diese auf der
offiziellen Aquanoxseite bekommen
oder bei meinem
Gulgothirclan.
Nun werden sich viele fragen, was für einen Superrechner man denn braucht,
um Aquanox und seine volle Grafikpracht genießen zu können. Die Grafik wurde
für den Geforce3 Chipsatz von NVidia und DirectX 8 optimiert und man braucht
somit diese beiden Komponenten, um das Spiel mit allen Grafikdetails zu spielen.
Doch keine Angst, die Grafikengine soll durch seine stufenlose Skalierbarkeit
auch das flüssige Spielen auf "durchschnittlichen Rechnern" gewährleisten, ohne
viel auf Grafikpracht verzichten zu müssen.
Laut Massive spielt ihr Projektleiter das
Spiel momentan auf einem 550er Athlon mit Geforce2-Karte völlig flüssig.
Bei der Steuerung beschreitet Massive für eine "Simulation" (eigentlich ist Aquanox
ja mehr ein Unterwassersimulationsshooter) Neuland. Anleihen wurden hier bei den
EgoShootern gemacht.
So ist es hier möglich, das Boot komplett mit Maus und Tastatur
zu steuern, man soll sogar "Strafen" (seitwärts gehen) können. Die gewählte Waffe ist dabei immer im
Blickfeld zu sehen. Doch auch an alteingesessene Kapitäne wurde gedacht - das Spiel
lässt sich auch mit dem Joystick spielen.
Meiner Meinung nach hat Aquanox das Potential, ein echter Hammer zu werden.
Die Grafik ist der reine Wahnsinn und nutzt endlich einmal alle Grafikkartenfeatures aus.
Hinzu kommt, dass das Spiel nicht nur technisch auf dem neuesten Stand ist sondern
auch andere Komponenten nicht vernachlässigt werden.
So ist beispielsweise für die Story extra ein Autor engagiert worden und das Handeln
wird das Game noch abwechslungsreicher machen. Ob sich die Steuerung für eine
"Actionsimulation" durchsetzt, bleibt abzuwarten.
Ich persönlich schätze die
Joysticksteuerung sehr, denn nur so kann meiner Meinung nach das echte Dogfightgefühl
aufkommen. Doch Massive macht das Spiel durch die einfache Shootersteuerung sicherlich
einem breiteren Publikum zugänglich.
Skeptisch bin ich nur bezüglich der Hardwareanforderungen. In der PC Games Hardware
habe ich in einem Artikel die folgenden Systemvoraussetzungen für Aquanox gefunden:
DAS MEINT MASSIVE
Mindestvoraussetzungen:
500 MHz CPU / Geforce-Karte / 128 MB RAM
Empfohlenes System:
1 GHz CPU / Geforce 2-Karte / 256 MB RAM
DAS MEINT PCG HARDWARE
Empfohlenes System:
1,3 GHz CPU / Geforce3 (DX8)-Karte / 256 MB RAM
Ich glaube bei der Angabe von PCGH musste jeder schlucken. Das wird teuer. Und
leider glaube ich, dass die PCGH mit dieser Einschätzung recht hat. Um das Spiel in
seiner vollen Pracht zu spielen, wird diese Konfiguration wohl nötig sein.
Die CPU wird dabei wohl noch das geringere Problem, denn die Prozessorpreise meinen es
mit uns Spielern ja momentan sehr gut. Doch 800 -1000 DM für eine neue Grafikkarte?
Ich kann nur hoffen, dass Massive recht behält und die KRASS-Engine wirklich so
leistungfähig ist, um auch auf kleineren Rechnern mit toller Grafik spielen zu können.
Alles in allem kann ich nur sagen: Hoffentlich ist bald September!
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