Alarmstufe Rot 2 kaufen!

Nachdem
Westwood den Klassiker
"Der Tiberiumkonflikt" und anschließend als 2. Teil "Alarmstufe Rot" vor einigen
Jahren auf den Markt brachte und somit eine neue Ära der Strategiespiele einleitete,
konnte der dritte Teil "Tiberien Sun" der Command & Conquer Serie nicht überzeugen.
Viele Fehler, wie zum Beispiel ein
zu langatmiges Gameplay und ein verhunzter Multiplayer waren hierfür ausschlaggebend und
sollten beim vierten Teil der Reihe "Alarmstufe Rot 2" keinesfalls wiederholt werden. Der
von
Electronic Arts
vertriebene Titel erschien im Oktober 2000.

Alarmstufe Rot 2 knüpft an Alarmstufe Rot (also innerhalb der C&C Serie betrachtet
ist dies der Nachfolger zum zweiten Teil) an, d. h., man kämpft auf der Seite von
Alliierten oder Sowjets und nicht von GDI oder NOD.
Die Missionen drehen sich um den alten Ost-West-Konflikt, wobei die alliierte
Seite von der russischen Armee überrannt wurde und diese Einzug in alle größeren
Städte der USA hielt. Durch die Zusammenarbeit des russischen Premiers Romanov mit
Yuri und dem unabdingbaren Plan die USA endgültig einzunehmen, wurden neue
Technologien wie z. B. die Gedankenkontrolle oder die verbesserten Atomraketen
entwickelt.
Die Amerikaner fühlten sich zwar nach wie vor im Sicheren, bastelten
aber im kleinen Kämmerchen mit erfahrenen Wissenschaftlern an einer
Wetterkontrollstation, an einer Chronosphäre etc.

Aufgabe des Spieler ist es nun entweder auf der Seite der Sowjets endgültig die
Vereinigten Staaten in die Knie zu zwingen, wobei auf die erwähnten neuen Waffen
zurückgegriffen werden kann oder aber den Angriff der Russen auf der Seite der USA
abzuwehren.
Um die gewählte Seite endgültig zum Sieg zu führen, müssen eine Reihe von
Missionen durchspielt werden. Dabei wird die Anzahl der zur Verfügung stehenden Waffen
und Einheiten von Mission zu Mission erweitert. Zu jeder Mission gibt es einleitend ein
Briefing in Form einer Filmsequenz, das den Spieler über die bevorstehende Aufgabe
aufklärt.
Die Ziele der einzelnen Missionen sind weit gesteckt. Von purer Zerstörung
aller Einheiten über taktisches Handeln und das Befreien von Geiseln ist Abwechslung
garantiert.
Um Anfängern den Einstieg ins Siel zu erleichtern, wurde ein sog. Trainingscamp
eingerichtet. Für Kenner der C&C-Reihe ist dieses Camp eine kleine Übung und für Neulinge
eine sehr gute Methode um erste Erfahrungen mit der Steuerung zu sammeln.

Bei Alarmstufe Rot 2 stehen neben den Missionen auch noch ein Netzwerkmodus für zwei
bis acht Spieler wie auch ein Internet Modus für zwei bis vier Spieler zur Verfügung.
Hier kann ebenfalls die Spielseite gewählt werden, ebenso kann die Verwendung von "Superwaffen"
bestimmt und das Spielziel festgelegt werden.
Ferner
ist es auch möglich, im Multiplayer Modus alleine gegen eine einstellbare Anzahl von
Computergegnern zu spielen.
Damit im Multiplayer Modus nicht die Karten ausgehen, liefert Westwood neben den bereits
fertigen Karten einen Karteneditor mit und stellt im Internet mehrere Map Packs zum
Download bereit.

In allen Spielvarianten sieht man das Spielfeld von schräg oben und lässt sich in alle
Richtungen scrollen. Meist ist der größte Teil der Karte schwarz überdeckt, der erst
sichtbar wird, wenn man mit einer Einheit in den abgedunkelten Bereich fährt.
Im angesprochenen Multiplayer Modus sowie bei den meisten Missionen des Singleplayer Modus
muß jeder Spieler eine Basis aufbauen. Dazu steht
von Anfang an ein bestimmter Betrag an Credits zur Verfügung.
Jede Einheit, jedes Gebäude und jedes
Fahrzeug kostet eine gewisse Anzahl von Credits, wobei man seinen Reichtum durch sog.
Erzsammler erweitern muß/kann. Diese Erzsammler fahren immer von der Basis zu einem
Erzfeld. Dort wird gesammelt, was das Zeug hält, bevor er wieder zurück zur Basis fährt.
Da die Credits erst dann gutgeschrieben werden, wenn der Sammler das Erz in der
Erzraffinerie abgeladen hat, ist der Sammelr immer ein beliebtes Angriffsziehl.

Je nach Art des gerade
errichteten Gebäudes hat man neue oder erweiterte Technologien für die Waffenproduktion
zur Verfügung.
Die Einheiten lassen sich bequem per Maus steuern, wobei manche Einheiten gewisse
Doppelfunktionen haben können (z.B. Infanterie der Alliierten, die sich bei Doppelklick
eingraben kann).
Auch das Interagieren zwischen zwei Einheiten ist möglich, wobei dies
allerdings wiederum nur gewisse Einheiten beherrschen (wie soll auch ein großer Panzer
mit einem Flugzeugträger???).
Damit dem Red Alert 2 - Vergnügen nichts mehr im Wege steht werden folgende
Systemanforderungen gestellt:
|
Prozessor | P II 266 MHz |
Speicher | 64 MB Ram |
Festplatte | 350 MB |
CD-Rom | 4fach |
Grafik | 2MB |
Netzwerk | IPX- oder TCP/IP-kompatibel |
Betriebssystem | Windows 95/98/2000/NT |
Internet | 56,6 Modem |
|
Für Multiplayer-Spiele wird mindestens ein P II mit 450 MHz und 128 MB Ram benötigt.

Alles in allem ist Alarmstufe Rot 2 ein würdiger Nachfolger für AR, der zwar im
Gegensatz zu Tiberian Sun ein wenig seiner grafischen Finessen eingebüsst hat,
dieses allerdings voll dem Gameplay zugute geht. Red Alert 2 lässt sich sehr flüssig
spielen und Langeweile ist dank des Karteneditors sowie der Map-Ressourcen im Internet
passé.
Die Missionen sind zwar sehr schnell durchgespielt, dafür ist allerdings der Multiplayer
Modus ein Vergnügen was über einen sehr sehr sehr langen Zeitraum anhält (glaubt mir, ich
spreche aus Erfahrung ;-o ).
Die investierten 90 Märker sind bei dem langanhaltenden
Spielvergnügen gut investiert und lohnen sich auf alle Fälle. Außerdem erhält man
dabei wieder einmal ein Spiel, das durch seine "Vorfahren" garantiert Kult-Charakter hat.
Wer mehr wissen möchte, dem stehen auf
www.AlexLinkPage.de detaillierte Infos zu den
einzelnen Einheiten, weitere Maps, Tipps und Tricks wie auch weitere Links und Downloads
(Mods und Karteneditoren) zur Verfügung.
Denn wem nach der angesprochenen langen
Zeit die Einheiten zu langweilig weden, der sollte die Mods ausprobieren. Dort
werden die vorhandenen Einheiten verändert und das Gameplay durch einige zusätzliche
Spielereien erweitert.
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